Korrosionsschutz für die Industrie
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Über Gerd Cordes

Über Firmengründer Gerd Cordes und seinen Kampf gegen den Rost

Wie aus der Liebe zu einem alten rostigen Fiat ein anerkanntes Korrosionsschutz-System wurde: Vom selbst gemachten Rostschutzmittel für das erste eigene Auto bis zum professionellen Rostschutz-System für die Industrie.

Hier lesen Sie, wie es in den achtziger Jahren los ging…

1981 – 1984: Ausbildung zum Industriemechaniker bei den Klöckner Werken in Bremen.

     

Die Klöckner Werke waren damals einer der größten Stahlhersteller in ganz Deutschland. Das riesige Werk mit seinen drei separaten Hochöfen (rechtes Bild) hatte über 7.000 Mitarbeiter.

     
Alles aus einer Hand: Der selbst “gekochte” Stahl wurde auf dem Klöckner-Gelände sofort weiterverarbeitet: In diesen Hallen wurde aus dem noch heißen Stahl Karosserieblech für die Autoindustrie gewalzt.

In den riesigen Walzwerken kam Gerd Cordes zum ersten Mal mit Schmierfetten in Berührung, die auch bei hohen Temperaturen nicht ablaufen. Sie wurden zur Schmierung der Walzen eingesetzt (Foto oben rechts).

1984 – 1986: Oldenburg Kolleg: Gymnasium. Abschluss: Allgemeine Hochschulreife (Abitur).

1984: Mit diesem alten Fiat 850 Spider begann die Leidenschaft für Autos. Gerd Cordes hatte den Wagen auf einer Wiese bei Bremen gefunden. Er sollte eigentlich verschrottet werden.

     
Rostreparaturen auch unter den Kotflügeln: Wer diese Fotos sieht ahnt, wie viel Arbeit in dem Wagen steckt.

Wegen der starken Rostschäden musste Gerd Cordes eine zweite ebenfalls schrottreife Karosserie hinzukaufen. Das Schweiß-Projekt dauerte mehrere Jahre. Weil es nur wenige vorgeformte Bleche zu kaufen gab (und weil er als Schüler kein Geld hatte) musste Gerd Cordes fasst alle Bleche selbst formen.

Wegen der langwierigen Arbeiten hat er seitdem eine ausgeprägte “Rost-Allergie”.

     
Nach Abschluss der Restaurierung fährt er Mitte der achtziger Jahre mit dem noch nicht lackierten Fiat von Bremen über die Alpen nach Frankreich, Italien und Korsika. Der frisch überholte Wagen überstand die 6000 Kilometer ohne Panne!

1986: Für die von innen immer noch verschmutzten und rostigen Hohlräume seines kleinen Fiats suchte Gerd Cordes ein besonders leistungsfähiges Rostschutzmittel: Es sollte auch direkt auf Rost funktionieren. Mit den Produkten, die er ausprobierte, war er aber sehr unzufrieden: Die Wirkung auf Rost und Schmutz war alles andere als ausreichend.

Mit von innen angerosteten Kaffeedosen begann er dann seine ersten Tests. Er wollte herausfinden, ob es nicht doch einen Weg gibt, die von innen immer noch verrostete Karosserie dauerhaft zu schützen. Er kaufte alle Produkte, die auf dem Markt waren und machte seine ersten vergleichende Prüfungen.

     
So fing alles an: Der erste Rostschutzmittel-Test mit Kaffedosen. Für realitätsnahe Bedingungen hatte er die Dosen vor Testbeginn von innen sandgestrahlt und dann anrosten lassen.

Aus dem Schweiß-Projekt und seinem Rostschutz-Test wurde für Gerd Cordes dann so eine Art Lebensaufgabe. Den Fiat, mit dem in den achtziger Jahren alles begann, hat er natürlich aufgehoben. Unten sehen Sie ein Foto aus dem Eingangsbereich der TimeMAX-Werkstatt in Hamburg. Auch eine der Kaffeedosen aus den achtziger Jahren ist dort ausgestellt.

Durch die Tests mit den Kaffeedosen gewann Gerd Cordes weitreichende Erkenntnisse. Die meisten Rostschutzmittel versagten auf dem rostigen Untergrund. Die Blechdosen rosteten von innen nach außen durch.

In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre arbeitete Gerd Cordes knapp zwei Jahre im Fachbereich Chemie an der Universität in Oldenburg. Hier hat er viel gelernt. Sein Chef konnte seine “Rostallergie” gut nachvollziehen und hat ihm auch viele Jahre später immer wieder geholfen.

Gerd Cordes erinnerte sich damals an seine Lehrzeit im Stahlwerk und begann mit temperaturbeständigen Fetten zu experimentieren. Er mischte Fette, Wachse und Öle in unterschiedlichen Mengenverhältnissen zusammen. So entstanden dann seine ersten “eigenen” Rostschutzprodukte.

Wichtig aus heutiger Sicht: Damals in den achtziger Jahren wurde eine wichtige Idee geboren: Mit sogenannten “Zeitraffertests” kann man innerhalb kurzer Zeit feststellen, wie gut ein Rostschutzmittel wirklich ist. Unter extrem harten Bedingungen, wie zum Beispiel Salzwasser, UV-Licht und Sauerstoff, wird der Rostprozess stark beschleunigt.

Bei seiner viele Jahre später gegründeten Firma TimeMAX wurde die Idee mit den Zeitraffertests zur Unternehmensphilosophie und heißt heute “Produktentwicklung durch Tests!”

1989 – 1996: Studium an der Universität Münster: Abschluss in Journalismus, Politikwissenschaften und Germanistik (Magister Atrium).

1994 – 2004: Arbeit als freier Redakteur für diverse Zeitschriften und TV Magazine.

Ab 1997: Testredakteur für Technikmagazine im deutschen Fernsehen und bei Auto-Fachzeitschriften. Konzipierung und Durchführung von Produkttests. Spezialgebiet war natürlich Rost. Seine damals wichtigsten Auftraggeber: Der NDR in Hamburg und die Zeitschrift Auto Bild.

Reise in die Vergangenheit auf das Dach der Universität in Oldenburg im Jahr 1998: Gerd Cordes und sein ehemaliger Chef, Chemieprofessor Dieter Schuller, besprechen vor laufender Kamera seinen neuen Rost-Test für die Zeitschrift Auto Bild.

     
Kästen, gebaut wie Autoschweller: Für seinen ersten großen Auto Bild Test baute Redakteur Gerd Cordes zusammen mit den ehemaligen Kollegen von der Universität in Oldenburg über 60 Testkästen aus Stahlblech. Getestet wurden Hohlraumkonservierungen für Gebrauchtwagen und angerostete Autos.

Blattrost ohne Ende: Nach insgesamt fünf Jahren Testdauer hatte der Rost fast überall schwere Schäden angerichtet.

     
Wichtig zu wissen: Die Prüfung für die Zeitschrift Auto Bild ist eine Weiterentwicklung seines alten Kaffeedosen-Tests. Mit der Erfahrung von damals konnte Gerd Cordes seine Prüfideen erfolgreich weiterentwickeln.

Im Jahr 1998 begann Gerd Cordes einen weiteren Test für das TV Magazin “ARD Ratgeber Technik”. Bei dieser Prüfung ging es um die Haltbarbeit von Rostschutzfarben. Den Test führte er am sehr angesehenen “Institut für Korrosionsschutz” in Dresden durch.

Wie lange halten Rostschutzfarben auf bereits angerostetem Blech? Auch bei diesem Test für das TV Magazin “ARD Ratgeber Technik” konnte Gerd Cordes auf seine Erfahrungen aus dem Kaffeedosen-Test zurückgreifen. Wie schon damals in den achtziger Jahren benutzte er rostige Bleche und sprühte beim Test regelmäßig Salzwasser auf die Oberflächen.

Mai 2004: Gründung seiner Firma TimeMAX GmbH & Co. KG. Der Firmenname TimeMAX ist eng an die Philosophie des Unternehmens angelehnt, das Ziel ist klar: Zeitmaximierung für Stahl und andere Werkstoffe aus Metall.

Erfinderpreis der Stadt Hamburg

Für die Weiterentwicklung des Rostschutzsystems in Richtung Schiffbau und Industrie gab es im Jahr 2009 Unterstützung von der Stadt Hamburg. TimeMAX wurde der Innovationspreis der Stadt Hamburg verliehen. Die Auszeichnung ist eine Art Erfinderpreis. Anlass für die Preisverleihung war die Entwicklung von Rostschutzprodukten, die auch direkt auf Rost funktionieren. Die Firmenphilosophie “Produktentwicklung durch Tests” hatte sich bewährt.

Professorin Bozena Arnold von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg, Gerd Cordes von TimeMAX und rechts im Bild Dr. Harald Eifert, Chef der Innovationsstiftung der Stadt Hamburg.

Großer Erfolg: Erster Platz beim größten Rostschutz-Test der Welt

Der Langzeittest der Autozeitschrift Oldtimer Markt wurde im Sommer 2008 begonnen. Insgesamt 28 Hohlraumschutz-Produkte aus der ganzen Welt wurden einer langen Prüfung unterzogen. Sowohl bei der ersten Auswertung 2009, als auch bei der zweiten Auswertung 2010 und auch bei der Endauswertung im September 2013 hat TimeMAX den ersten Platz belegt. Gleich drei Mal wurde unser System mit selbst entwickelten Rostschutzfetten Testsieger!

     
Weiterrosten gestoppt! Drei Mal erster Platz beim weltweit größten Rostschutz-Test.

Die Zeitraffertests mit den Kaffeedosen und die späteren Tests unter wissenschaftlichen Bedingungen haben ganz westlich dazu beigetragen, dass TimeMAX mit seinen Produkten im Automobilbereich so erfolgreich wurde.

Rostschutz für Schiffbau und Industrie

Bereits seit 2008 arbeiten wir daran, unsere bislang gewonnenen Erfahrungen auf den industriellen Bereich zu übertragen. Durch den “Erfinderpreis” der Stadt und durch die Hilfe der Innovationsstiftung wurden uns neue Türen geöffnet. Die Anforderungen der Industrie haben bei uns zu neuen Impulsen bei der Produktentwicklung und bei den Testverfahren geführt. Auch hier sind wir durch unsere Grundidee, alle neuen Entwicklungen mit harten Zeitraffertests bis zur Marktreife zu entwickeln, sehr weit gekommen.

Werfen Sie einem Blick auf unser ab 2008 erweitertes Prüfprogramm:

Wir testen u. a. auf der Insel Helgoland, auf den Schiffen von Hapag-Lloyd und auch auf Teneriffa.

Viele Fotos hierzu finden Sie auf unserer Internetseite TimeMAX.de in den Kapiteln News und Forschung.

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